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Compoundbogen

kehrer.jpg Der Compounder nutzt das Hebelgesetz. An den Bogenenden besitzt er sogenannte Camwheels (drehbare Räder). Ein Kabel, sowie die Sehne werden in je ein Camwheel aufgerollt. Im ungespannten Zustand wird die Sehne auf das Rad mit dem größeren Durchmesser gerollt. Beim Spannen wird die Sehne vom größeren Rad abgerollt, gleichzeitig wird am anderen Ende das Kabel auf das kleinere Rad aufgerollt. Die nach außen wegdrehende Rolle wirkt auf die Drehachse wie ein starrer Hebel. Der Hebelarm wird durch das herausziehen der Camwheels verlängert. Die Höchstleistung erreicht der Bogen an dem Punkt, wo die Rollen beim Auszug “kippen”.

Der Kraftverlauf beim Auszug ist nicht linear. Zunächst steigt der Kraftaufwand stetig, jedoch beim erreichen des Gipfelzuggewichtes nimmt dieser schlagartig ab. Der Schütze hält bei voll ausgezogenem Bogen nur noch ein Bruchteil des Gipfelzuggewichtes in der Hand. Die heutigen Compounder besitzen eine bis zu 80%ige Zuggewichtsreduzierung. Technisch wurden sogar schon 98% erreicht. Der Bogen kann so viel ruhiger gehalten werden, was das Zielen erleichtert.

Der Compundbogen wird in Turnieren in einer eigenen Klassen gewertet. Er wird in der Regel mit technischen Hilfsmittel ausgerüstet. Diese sind z.B. Vergrößerung im Visier und einer Wasserwaage. Er ist somit in der Treffergenauigkeit dem Recurve-Bogen überlegen, bedarf aber eines höheren Wartungsaufwandes.
   
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